Karl Ederer

Karl Ederer wurde 1955 im Bayerischen Wald geboren und ist auf dem Bauernhof seiner Eltern aufgewachsen. Die Nähe zum guten Produkt gehört damit zu den Wurzeln seiner Kochkunst.

Gut bürgerlich hat er sein Handwerk in München gelernt, dann gab es die ersten Kontakte im Nouvelle-Cuisine-Zeitalter des Tantris. Prägend war die erste Begegnung mit Eckart Witzigmann.  Er lernte die moderne Schweizer Küche im Restaurant Stucki in Basel, in Paris im Fischrestaurant Le Duc. 1978 war die Mischung aus roher und mediterraner Küche eine moderne Weiterentwicklung. Weiterer Stationen waren 3 Sterne Koch Bernard Loiseau in Saulieu und der Pariser 3 Sterne Koch Alain Senderens. 1980 kehrte Karl Ederer nach München zurück in Eckart Witzigmanns „Aubergine“. Die Berufung verlangte 1983 nach Veränderung: Karl Ederer eröffnete mit Michel Dupuis das „Glockenbach“.  Hier kam es zum Bruch mit der 3-Sterne Küche, um eine neue schnörkellose Küche zu kreieren. Der Affront mit dem teuren Essen, um stattdessen mit dem Knowhow einer Topküche klar und gerade zu kochen, war Mitte der 80er Jahre Zeitgeist – verblüffend und frech. Für Karl Ederer galt damals wie heute: Bayerische Produkte besitzen mehr Möglichkeiten als die bayerische Küche.

Diese Art der kulinarischen Philosophie wurde belohnt:

1993 Restaurateur des Jahres bei Gault Millau

1995  Michelin-Stern

Karl Ederer war der erste deutsche Sternekoch, der ein konsequentes Bio-Restaurant eröffnet – das Schweinsbräu in Herrmannsdorf. Karl Ederer blieb dem echten Bio-Gedanken sehr verbunden ist. Aber es muss nicht bei jedem Lebensmittel auf der Speisekarte „Bio“ davorstehen. Nach fünf Jahren Herrmannsdorf widmete er sich wieder ausschließlich dem „Glockenbach“ und Thomas Thielemann übernahm die Regie im Schweinsbräu. Karl Ederer vermittelte seinen Weg des Kochens dann drei Jahre im TV-Sender tm3 in der Sendung „Leben und Wohnen“.

Nach 20 Jahren „Glockenbach“ war die Zeit reif für ein puristisches Lokal, in dem die Kunst der eigenen Sammlung mehr Bedeutung erhalten konnte. Ein Garten sollte Gäste zu Sommergerichten einladen. Das neue Ambiente im „Ederer“ erweiterte die kulinarischen wie künstlerischen Möglichkeiten.



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